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«SRF rec.»

Als SRF «rec».-Reporterin berichte ich über Themen, die mich selbst und die Community bewegen. Ich erzähle meine Geschichten selbst, von der ersten Idee bis zum fertigen Beitrag. Angetrieben von meiner Neugier möchte ich verstehen, was Menschen bewegt und welche Geschichten sich hinter den Fassaden verbergen. Dafür stürze ich mich mitten ins Geschehen: so übernachtete ich schon in einer Notschlafstelle oder trainierte für einen Triathlon. Mein Ziel sind Reportagen, die hängen bleiben – weil man sich darin wieder erkennt oder die Dinge danach mit anderen Augen sieht.

«Für Likes ans Limit? – Eine Generation im Extremsport-Fieber»

Datum: 27.07.2026 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Marathon, Triathlon, Ultra-Trail: Immer mehr junge Menschen treiben ihren Körper an die Grenze und lassen auf Social Media Tausende daran teilhaben.  Einer von ihnen ist der 30-jährige Peter Bolliger aus dem Kanton Aargau. Der Content Creator dokumentiert seinen Trainingsalltag für hunderttausende Follower:innen. Letzten Sommer lief Peter beispielsweise 26 Marathons in 26 Tagen, durch alle Kantone der Schweiz. Ich begleite ihn bei seiner nächsten grossen Challenge: Ein Ultra-Trail-Run mit 101-Kilometer und 6’700 Höhenmeter. 

Für Likes ans Limit? – Eine Generation im Extremsport-Fieber | Reportage | rec. | SRF
31:42
Q&A zur Reportage «Für Likes ans Limit?» | Reportage | rec. | SRF
14:50

Ich habe selbst noch nie an einem solchen Event teilgenommen. In meinem Umfeld und vor allem auf Social Media scheint das inzwischen aber die normalste Sache der Welt zu sein. «Ich bin keine Läuferin, absolut kein Ausdauer-Mensch». Trotzdem melde ich mich für meinen ersten Triathlon an. Zwischen Schwimmtraining, Prüfungsstress und neuen Follower:innen auf Social Media stelle ich mir die Frage: Wieso quälen wir uns bis an unsere Grenzen?

trishasba

(YouTube-Kommentar)

«Gratuliere, Michèle, zu dere mega Leistig – so en Triathlon bruucht würkli enorms Durchhaltevermöge! ️ Und au es grosses Kompliment für die tolli Repo. Sie git mega vilsiitigi Iiblick – vom Eigeversuech über Schutz & Rettig bis hi zum Peter und de Rebecca (grad die beide sind sowieso top).»

yogiyoga1493
(YouTube-Kommentar)

«Han au mini Grenze im Sport gsuecht und denn so kurz nach 30gi realisiert, dass es gueti Erfahrige sind, aber eifach ned gsund. Weder fürde Körper, no fürd Psyche. Ez machi eifach nur no Sport für mini Gsundheit, ohni Druck, ohni Erwartig an irgend en Leischtig, etc. Bin froh, bini us dere "Leischtigs-Bubble" use cho.»

anko3679
(YouTube-Kommentar)

«Am besten erreicht man seine Ziele, wenn man als erstes seine Social Media Konten löscht. Dann fokussiert man sich darauf, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist. Durch die nicht vorhandene Ablenkung, kommt man sehr schnell ins Ziel.»

«Reiches Land, harte Realität – Obdachlosigkeit in der Schweiz»

Datum: 13.04.2026 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Obdachlosigkeit ist in der reichen Schweiz eine Realität. Rund 2’200 Personen übernachten auf der Strasse oder in Notschlafstellen. Wie kann es so weit kommen? Ist Obdachlosigkeit ein selbstgewähltes Schicksal? Ich spreche für diese Reportage mit Betroffenen.

«Das Leben auf der Strasse ist der Horror», sagt der 40jährige Sandro. Er lebte 23 Jahre lang mehrheitlich auf der Gasse. Wenn er an seinem ehemaligen Schlafplatz in einer Tiefgarage steht, wird das Ausmass dieser Erfahrung deutlich. Nach seiner Lehre als Mauerer sei er in die Drogen gerutscht und auf der Strasse gelandet. Besonders zu schaffen, machen ihm die Vorurteile und Äusserungen der Mitmenschen: «Sie denken, wir seien gerne in dieser Szene, aber das sind wir überhaupt nicht. Das Leben auf der Strasse ist ein einziger Kampf.»

Reiches Land, harte Realität – Obdachlosigkeit in der Schweiz | Reportage | rec. | SRF
31:52
Q&A zur Reportage: «Reiches Land, harte Realität – Obdachlosigkeit in der Schweiz» | rec. | SRF
16:06

In der Notschlafstelle «Schlafguet» in Olten verbringe ich selbst eine Nacht und spreche mit Saiko. Nach einem Ehebruch hat er seine Wohnung verloren und lebt seither auf der Strasse. Wann immer möglich schläft er in der Notschlafstelle, wo er auch ein warmes Abendessen und ein Frühstück kriegt. Es könne schnell passieren, dass man kein Dach mehr über dem Kopf habe, sagt er. Ein Schicksalsschlag genüge.

benjaminneale5528

(YouTube-Kommentar)

«Man sagt gerne wir haben in der Schweiz ein tolles System und ein gutes Auffangnetz. Diese existiert leider nur in der Theorie, denn es wird so schwierig gemacht sich die Hilfe zu holen die man braucht, dass es einem einigermassen gut gehen muss damit man die energie hat mit diesem Katastrophal chaotisichem System überhaupt klar zu kommen und für sich einstehen. Es wird keine hilfe angeboten, vor allem wenn man auch Psychische Erkrankungen hat. Man muss sich die Hilfe regelrecht erkämpfen! Man hat keine Ahnung wie schwierig das ist bis man selber hilfe braucht.»

Trisha_3
(YouTube-Kommentar)

«Liebe Michèle Rüedi, vielen Dank für diese berührende Reportage . Ich finde, du bist MEGA sensibel und empathisch mit diesem Thema umgegangen und hast die Fragen sehr gewählt formuliert, ohne die Protagonisten zu (be)werten; Chapeau dafür ️ Die beiden Protagonisten, Sandro und Saiko, haben mich mit ihrer reflektierten Art zutiefst berührt . Ich bin mir wirklich SEHR bewusst, dass es jeden von uns treffen kann . Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles, alles Liebe und ich hoffe, dass für euch eines Tages die Sonne wieder scheinen darf.»

mino.original
(YouTube-Kommentar)

«Ich habe insgesamt rund 10 Jahre auf der Strasse verbracht, vorwiegend in der Schweiz. Wie in der Reportage treffend erwähnt, sind es die Winter die wirklich an die Substanz gehen.. ohne das wirklich gute Sozialsystem das wir haben, hätte ich es nie geschafft von den Drogen, der Strasse und dem entsprechenden Umfeld wegzukommen. In der Schweiz haben wir wirklich grosses Glück, eine wirklich tolle Reportage, danke dafür!»

«Zwischen Freundschaft und Isolation – Wie sozial ist Gamen?»

Datum: 08.12.2025 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Über zwei Millionen Menschen in der Schweiz gamen regelmässig – und doch hält sich ein hartnäckiges Bild: Gaming mache einsam. In dieser Reportage treffe ich Menschen, die durch Gaming Freundschaften gefunden haben und solche, die sich darin verloren haben.

LAN-Partys feiern gerade ein Comeback: An der SwitzerLAN in Bern treffen sich 2’000 Gamerinnen und Gamer, hängen sich ans gleiche Netz und spielen 72 Stunden lang durch. Für viele ist das nicht einfach ein Event, sondern ein sozialer Treffpunkt: Ein Ort, an dem Online-Freundschaften plötzlich real werden. So auch für Adrian, Meli und Nadine, die sich durchs Gamen zusammengefunden haben und mehrmals im Jahr gemeinsam an LAN-Partys reisen.

Zwischen Freundschaft und Isolation – Wie sozial ist Gamen? | Reportage | rec. | SRF
28:15
Q&A zu «Zwischen Freundschaft und Isolation – Wie sozial ist Gamen?» | Reportage | rec. | SRF
11:04

Doch Gaming hat auch eine andere Seite: Der 34-jährige Fotograf Flavio verlor während der Coronapandemie fast alle Aufträge und flüchtete sich bis zu 16 Stunden pro Tag in Videospiele. Während sein Umfeld vor allem seine Erschöpfungsdepression bemerkte, wusste kaum jemand, wie sehr ihn Gaming zusätzlich isolierte. «Ich gebe nicht dem Gaming die Schuld, sondern mir selbst», sagt er rückblickend.

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FromSkinnyToShredded85

(YouTube-Kommentar)

«Das Gamen hat mir damals das Leben gerettet. Ohne Übertreibung: Durch das Zocken bin ich von Partys, Drogen und diesem ganzen Stuss weggekommen. Ich habe in diesem Spiel Ruhe, echte Freunde und eine Welt gefunden, die physisch nicht zerstörend war, sondern im Gegenteil.»

markusm.6989
(YouTube-Kommentar)

«Wirklich eine sehr gute und informative Reportage We Love Gaming Gaming kann verbinden, kann aber auch isolieren. So wie viele andere Sachen auch. Gaming ist für mich persönlich zum abschalten und eintauchen in andere Welten um einfach zu genießen.»

Worlducation
(YouTube-Kommentar)

«Sehr interessant, dennoch bedeutet das nicht, dass man sich isoliert oder nur wenige bis gar keine Freunde hat. Heute gilt: lieber wenige, dafür echte Freundschaften, als viele oberflächliche oder falsche Freunde.»

«Vintage im Trend – Warum wollen Junge wie Boomer leben?»

Datum: 22.09.2025 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Plattenspieler statt Spotify, Analogkamera statt iPhone-Bilder, Brockenhaus statt Fast Fashion: Immer mehr junge Menschen leben bewusst retro. Warum zieht es ausgerechnet die Digital-Natives ins Gestern zurück – und was finden sie dort, was ihnen im Heute fehlt?

Der 34-Jährige Manuel lebt ohne Smartphone. Für den Berner Rapper ist digitaler Verzicht kein Rückschritt, sondern Haltung. Beni verbringt jede freie Minute in seiner Autowerkstatt. Alte Fahrzeuge seien für den 30-jährigen Gleisbauer keine Statussymbole, sondern «handgemachte Geschichte». Und die 23-jährige Filmwissenschaft-Studentin Kira trägt Secondhand, hört Schallplatten und fotografiert analog.

Vintage im Trend – Warum wollen Junge wie Boomer leben? | Reportage | rec. | SRF
27:40
Q&A zur Reportage «Vintage im Trend – Warum wollen Junge wie Boomer leben?» | rec. | SRF
10:42

«Wir leben in einer schnelllebigen Welt und Retro hilft mir, von allem Belastenden wie zum Beispiel Social Media Abstand zu gewinnen», sagt sie. Für Kira ist das Teil eines bewussten Innehaltens. Ihre Liebe zum Alten hat aber einen tieferen Ursprung: Sie begann nach dem Tod ihrer rumänischen Grosseltern. Durch die Analogfotografie fühlt sie sich ihrem Grossvater noch heute verbunden.

reginareusser4668

(YouTube-Kommentar)

«Danke für die Repo. Ich bin Jahrgang 1975 und etwas zweigeteilt, was Digitalisierung und vor Allem Social Media angeht. Mir hilft die Digitalisierung, ein selbstbestimmtes Leben als Blinde zu führen, aber ich finde es bedenklich, dass man immer mehr dazu gezwungen wird und ältere Menschen abgehängt werden.»

lisa_M123
(YouTube-Kommentar)

«Super Doku. Und, es geht ja nicht nur um die Jugend. Die Boomer, dazu gehöre ich, sind ja inzwischen nicht weniger Internet-süchtig. Was mich aber vorallem nervt, ist der zeitgemässe "Zwang" zur Digitalisierung. Man hat praktisch kaum mehr die Wahl. Bankomaten werden überall wegrationiert, es gibt keine Schalter mehr, um ÖV-Tickets zu kaufen...»

oliverkuhn3957
(YouTube-Kommentar)

«Tolle Doku. Früher und Nostalgie muss ja nicht "nur" rückwörtsgewandt heissen im Sinne von Flucht vor dem Jetzt. Kann ja auch zu zun haben mit " woher kommen wir, wie sind wir geworden, was wur sind?" Die rumönische Vorgeschichte zum Beispiel. Und "früher" ist offenbar sinnlicher. In Habtik, Geruch, in allem. "Ein Auto von heute ist wie ein Spital"....Literaturpreistauglich!!»

«Muskelmasse und Weiblichkeit – Ein Widerspurch?»

Datum: 22.06.2025 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Immer mehr Frauen feiern ihre Kraft – im Gym, beim Seilziehen, auf Social Media. Doch wer als Frau Muskeln zeigt, provoziert und wird schnell bewertet: «Das ist doch nicht mehr feminin!» Wie gehen starke Frauen mit solchen Aussagen um und wer bestimmt eigentlich, was weiblich ist?

Das Leben der Bodybuilderin Rebecca Imfeld dreht sich in erster Linie um ihre Muskeln. Sie zeigt sie gerne auf der Bühne, im Gym und auf Instagram. Doch unter ihren Posts hagelt es gehässige Kommentare: «Wie heisst der Typ?», «Frau oder Mann?». Solche Aussagen verletzen die 25-Jährige zwar, treiben sie aber gleichzeitig an noch härter zu trainieren. «Meine Muskeln sind harte Arbeit und ich finde, das darf ich zeigen», sagt sie.

Muskelmasse und Weiblichkeit – Ein Widerspruch? | Reportage | rec. | SRF
31:48
Q&A zu «Muskelmasse und Weiblichkeit – Ein Widerspruch?» | Reportage | rec. | SRF
12:23

Die 32-jährige Seilzieherin Erika Niederberger hat eine andere Beziehung zu Muskeln. Für sie sind die kräftigen Oberarme vor allem eines: praktisch. «Ich brauche sie bei der Arbeit auf dem Bau – und ich mag sie auch optisch», sagt sie. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Obwalden, prägt körperliche Arbeit seit jeher ihr Leben. «Ich bin mit meinem Körper im Reinen. Wenn du in irgendetwas reinpassen willst, das du nicht bist, dann ist das sehr anstrengend.»

ParvusSciurus

(YouTube-Kommentar)

«Auch ich habe meine Meinung, was ich schön finde und was nicht, aber Menschen und damit die Körper sind nunmal unterschiedlich. Letztlich muss es jeder für sich selbst stimmig finden.»

sabrina-andreakoenig5668
(YouTube-Kommentar)

«Super Repo, die mit entsprechenden Fragestellungen an bestehenden Narrativen "kratzt" und zum Nachdenken anregt. Vielen Dank, Michèle.»

mareikeh.4635
(YouTube-Kommentar)

«Jeder Mensch hat andere Vorlieben. Ich persönlich finde übergrosse Muskeln weder bei Mann noch bei Frau schön. Aber ich hoffe, dass es irgendwann eine Zeit gibt, wo man einfach das machen kann, womit man sich wohl fühlt.»

«Funktioniert Hypnose wirklich? – Allergien heilen und OP ohne Narkose»

Datum: 10.02.2025 | Produzentin: Ilona Stämpfli

Ich suche seit Jahren nach einem Mittel gegen meinen hartnäckigen Heuschnupfen. Immer wieder wird mir Hypnose als mögliche Lösung empfohlen. Doch funktioniert diese Methode wirklich? Um das herauszufinden, begibe ich mich in die Hände eines Hypnosetherapeuten.

Hypnose ist umstritten: Während die einen beeindruckende Erfolge erleben, berichten andere von negativen Erfahrungen. Ich treffe mich mit einer jungen Frau, die durch eine Hypnosetherapie belastende Erlebnisse hatte: «Eine Stunde nach der Hypnose fiel ich in ein Loch und hatte direkt Panikattacken. Ich musste in der Folge wieder Medikamente nehmen, die ich vor der Hypnose abgesetzt hatte.»

Funktioniert Hypnose wirklich? – Allergien heilen und OP ohne Narkose | Reportage | rec. | SRF
30:55
Q&A zu «Von Allergien bis OP ohne Narkose – Was kann Hypnose wirklich?» | Reportage | rec. | SRF
13:59

Eine besonders eindrückliche Erfahrung mache ich im Operationssaal: Silvio Künzler lässt sich ganz ohne klassische Narkose an der Hand operieren. Sein Hypnosetherapeut ist der Meinung, alle Menschen seien hypnotisierbar, wenn sie es nur wollen. Kann der Geist den Schmerz wirklich ausschalten? Die Reportage geht der Frage nach, ob Hypnose mehr als nur ein Bluff ist – und ob sie tatsächlich als wirksame Behandlungsmethode gelten kann.

elianeberner1156

(YouTube-Kommentar)

«Mega cooler Beitrag und krass dass Silvio dass ganze soo gut überstanden hat ohne Schmerzmittel und Beteubung ich würde dennoch trotz Angst von OPs und dieses danach mit Übelkeit und unverträäglichkeit keine Hypnose ausprobieren, ich hätte zu Angst dass ich es dennoch spüren würde»

rolfschmid8969
(YouTube-Kommentar)

«Hoi Michèle, ein interessanter und informativer Beitrag. Auch ich durfte schon eine positive Erfahrung mit der Hypnose machen. Sie hat mitgeholfen, dass ich den Glimmstengel auf die Seite legen konnte und seit über 20 Jahren Nichtraucher bin. Wirklich eine gute Sache!»

d.schwan9815
(YouTube-Kommentar)

«Ist nur für Gutverdienende. Ich weiss das Hypnose absolut hilfreich bis heilend sein kann. Dass hier bereits Betrüger unterwegs sind ist klar. Es braucht eine Anerkennung damit der Schutz gewärleistet ist.»

«Erotik, Fantasy und Cosplay – Wie Gamefiguren zu lebenden Fantasien werden»

Datum: 09.12.2024 | Produzentin: Ilona Stämpfli & Vanessa Nikisch

Cosplay ist in der Schweiz das Lieblingsporno-Genre der Gen Z. Erotik-Künstlerinnen schlüpfen in Rollen von Manga- oder Gamefiguren und verdienen mit Sexfantasien und nackter Haut ihr Geld. Wer sind diese Frauen und was steckt hinter dem Phänomen?

Um das herauszufinden, tauche ich in die Erotik-Cosplay-Szene ein und triffe auf Darstellerinnen, die mit erotischen Bildern ihr Geld verdienen. Wie zum Beispiel Ramona, auch bekannt als Nagini Cosplay, die als Manga-Figur «Makima» vor der Linse steht und den Charakter so authentisch wie möglich darstellen möchte.

Erotik, Fantasy und Cosplay – Wie Gamefiguren zu lebenden Fantasien werden | Reportage | rec. | SRF
26:24
Q&A zu «Erotik, Fantasy und Cosplay» | Reportage | rec. | SRF
12:03

Die 32-jährige Erotik-Künstlerin «Mrs. Nice» hingegen, hält sich an keine Vorgaben und erfindet stattdessen ihre eigenen Figuren: «Ich schlüpfe gerne in andere Rollen, um erotische Fantasien anzuregen.» Ein Stil, der besonders bei ihrem jungen Publikum auf Instagram und OnlyFans gut ankommt. Auf der Suche nach Antworten spriche ich mit Expertinnen und Konsumenten und erhalte dabei faszinierende und überraschende Einblicke in die Welt des Erotik-Cosplays.

silvanaruedi234

(YouTube-Kommentar)

«Sehr spannender Einblick hinter die Kulissen. Finde es krass wie viel das sie mit ihrem Job verdient. Das zeigt ja schliesslich, dass s Interesse im grossen Maas vorhanden ist.»

Rufus_Kingston
(YouTube-Kommentar)

«Your Body, your choice. Solange man nichts aus einem Zwang heraus machen muss, sollen sich doch alle so ausleben dürfen, wie es für sie stimmt. Leben und leben lassen ;)»

bitterbold
(YouTube-Kommentar)

«Auch wenn sich diese Damen noch so Mühe geben, wobei zu sagen gilt, dass der Profit im Vordergrund steht, lässt mich das Endergebnis ziemlich kalt. Aber wem's Spass macht, bitteschön.»

«Longevity Lifestyle – Lange leben, aber zu welchem Preis?»

Datum: 05.08.2024 | Produzentin: Ilona Stämpfli & Vanessa Nikisch

Mit 100 Jahren körperlich gesund und geistig fit zu sein: Das wünschen sich Anhänger:innen der Longevity-Bewegung. Für diesen Traum stellen sie ihr Leben bisweilen radikal um und ergreifen eine Vielzahl von Massnahmen, die das Leben verlängern sollen. Nur zu welchem Preis?

Für diese Reportage tauche ich selbst in den Langlebigkeits-Lifestyle ein. Ich stelle meine Ernährung um, trinke keinen Alkohol, dusche jeden Tag kalt, gehe regelmässig um 22.30 Uhr ins Bett, mache Achtsamkeitsübungen und nehme Nahrungsergänzungsmittel zu mir. Das fühlt sich für mich erstmal gut an, doch einiges bleibt auch auf der Strecke.

Longevity Lifestyle – Lange leben, aber zu welchem Preis? | Reportage | rec. | SRF
30:09
Q&A zur Reportage «Longevity Lifestyle – Lange leben, aber zu welchem Preis?» | rec. | SRF
09:54

Ich lerne Longevity-Fans kennen und stelle fest, dass Longevity ganz unterschiedlich gelebt werden kann. Der 28-jährige Pflegefachmann Luca Hintermann zum Beispiel hat sein Leben schon vor zehn Jahren umgestellt. «Wer früh anfängt, muss keine Angst vor dem Altern haben – dann ist das Alter nur eine Zahl», sagt er beim Training mit schweren Hanteln in seinem Home-Gym. Sein Ziel: Mit seinem gesunden Lifestyle als einer der ältesten Schweizer in die Geschichte einzugehen.

RachelHämmerli

(YouTube-Kommentar)

«Sehr coole Doku. Ich habe durch den Einblick in Lucas Leben meine Einstellung zu dieser Langleben-Bewegung verändert. Es mag nichts für mich sein, aber ich verstehe Menschen wie Luca jetzt viel besser.»

Ökofritz2000
(YouTube-Kommentar)

«Ich habe auch angefangen etwas gesünder zu leben, aber nicht annähernd so extrem. Trotzdem gab es bereits viel Skepsis aus dem Umfeld, die Leute mögen das garnicht, wenn man ihnen den Spiegel vorhält. Das Krebsargument zählt nicht, es geht auch darum sich fitter zu fühlen.»

Gugelhopf
(YouTube-Kommentar)

Mir fehlt da die Unvernunft. Ich glaube erst dies macht uns zum Menschen. Ausserdem fehlt mir da die Demut. Wir haben ja eigentlich gar nichts im Griff, auch wenn wir uns krampfhaft an solchen kleinen Sicherheiten festhalten.

«Macht New Work glücklich? – Zwischen Freiheit und Burn-out»

Datum: 09.10.2023 | Produzentin: Ilona Stämpfli & Vanessa Nikisch

Das Arbeitsmodell «New Work» wird von vielen jungen Leuten gerade gehyped: Kein festes Büro, keine fixen Arbeitszeiten und viel Eigenverantwortung - Arbeit und Freizeit verschmelzen. Für diese Reportage begleite ich das Unternehmen ZEAM und fragt sich, ob «New Work» glücklich macht.

ZEAM geht regelmässig mit ihren Mitarbeiter:innen auf «Workation». Sie verbringen ein paar Tage zusammen an einem schönen Ort, arbeiten aber gleichzeitig und erledigen das daily business. Ich bin fasziniert von der versprochenen Freiheit und begleite das Team bei einer Workation in Berlin. Ich merke schnell, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit fliessend ist. Beim Frühstück werden Mails gecheckt, während des Fitness und beim Bier im Ausgang wird über Geschäftliches gesprochen.

Macht «New Work» glücklich? – Zwischen Freiheit und Burn-out | Reportage | rec. | SRF
27:46
Q&A zur Reportage «Macht «New Work» glücklich?» | Reportage | rec. | SRF
13:08

Für die Gründer:innen von ZEAM, Jo Dietrich und Yaël Meier, überwiegen die Vorteile des Arbeitsmodells. Man habe die Freiheit Arbeit und Freizeit so zu gestalten, wie es einem in der persönlichen Situation passe und diese Freiheit mache glücklich, so die beiden. Auch die Mitarbeiter:innen scheinen von New Work zu profitieren. So bleibt zum Beispiel Michelle noch ein paar Wochen länger in Berlin und wird von dort arbeiten: «Das ist für mich Lebensqualität. Ich kann neben der Arbeit eine neue Stadt kennenlernen.»

mimimiro96

(YouTube-Kommentar)

«Cooli und erfrischendi Doku Michèle - Gratuliere und witer so️!»

JonasGrossMusic
(YouTube-Kommentar)

«Ich sage nur: Hände weg! New Work hört sich extrem toll an in der Theorie, ist in der Praxis aber oft mit toxischen Arbeitsverhältnissen verbunden. Sobald man Grenzen setzt und auch Mal Zeit für Familie/Freunde oder einfach die eigene mentale Gesundheit einfordert, hagelt es mit Vorwürfen.»

hopeless7374
(YouTube-Kommentar)

«Bin nicht von der Generation Z. Finde das Arbeitsmodell aber super. So wird gearbeitet wenn auch wirklich Arbeit da ist. Ohne nur die Zeit abzusitzen. Durch die Disziplin und Verantwortung sind die Mitarbeiter auch viel motivierter.»

«SRF Kids News»

SRF Kids News sind Kindernachrichten aus der Schweiz und der Welt – jede Woche neu. Dabei sind die Themen sachgerecht auf Kinder ausgerichtet und soll Kinder über das Weltgeschehen in vereinfachter Form sowie auf Augenhöhe informieren. Ich war in diesen Sendungen für die redaktionellen Beiträge, Konzeption, Dreh, Film und Schnitt zuständig.

«Say Hi» by SRF Kids

«Say Hi» ist eine Mitmach-Aktion für Freundschaft und gegen Mobbing. Kinder in ganz Europa tanzen und setzen ein Zeichen. Das Kinderprogramm in Norwegen hat «Say Hi» vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Mittlerweile beteiligen sich viele andere Länder daran. Seit 2021 nimmt auch die Schweiz teil. Lied und Tanz sind überall gleich, aber in jedem Land wird das Lied von einem anderen Sänger oder einer anderen Sängerin in der jeweiligen Landessprache gesungen. Gemeinsam für Freundschaft und gegen Mobbing!

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